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Ripple-Ex-CTO zweifelt Klage über angeblichen Anspruch auf 3,7 Millionen verwaiste Bitcoins an

BitMart Insights | 2026.05.25 08:23
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Ripple-Ex-CTO zweifelt Klage über angeblichen Anspruch auf 3,7 Millionen verwaiste Bitcoins an

Eine Klage, die im Mai 2026 bei einem New Yorker Gericht eingereicht wurde, will erreichen, dass eine Person mit dem Namen Noah Doe als rechtlicher Eigentümer von mehr als 39.000 ruhenden Bitcoin (BTC) Wallets anerkannt wird. Es geht um insgesamt 3,79 Millionen BTC.

Die Adressen wurden der New Yorker Polizei gemeldet. Zudem haben die Kläger Hinweise auf der Blockchain und in den Medien veröffentlicht, um mögliche Eigentümer zu informieren. Es gibt jedoch Zweifel, ob diese Mitteilungen wirklich die Wallets mit den Vermögenswerten erreicht haben.

Klage richtet sich gegen mutmaßlichen Bestand von Satoshi Nakamoto

Die geänderte Klage listet Wallets auf, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden, ebenso wie Adressen von frühen Minern, Casascius Coin Bestände sowie Wallets, die mit Hackern und unbekannten Personen in Verbindung stehen. Der Gesamtwert dieser Adressen beträgt bei aktuellem Bitcoin-Kurs mehrere hundert Milliarden USD. Immer wieder wird über Satoshis mutmaßliche Bitcoin-Bestände und die Identität des Bitcoin-Erfinders diskutiert, was deutlich zeigt, wie schwer es ist, frühe Wallets eindeutig zuzuordnen.

Ripple CTO David Schwartz, auf X als JoelKatz bekannt, kommentierte den Fall trocken. Ein Beitrag hatte angemerkt, dass ein Gericht eines Tages tatsächlich „so etwas Dummes” genehmigen könnte und dass ein solches Urteil kaum praktische Bedeutung hätte. Schwartz, der kürzlich auf eine große BitLocker-Sicherheitslücke hinwies und seine Ansichten zu Investitionen in Memecoins teilte, stimmte dem zu, machte aber eine Ausnahme.

Bitcoin SV (BSV) ist der Fork, der mit Craig Wright in Verbindung steht und der in der Vergangenheit häufiger Governance-Positionen vertreten hat. Kritiker sagen, dass diese Entscheidungen BSV anfälliger für äußeren juristischen Druck machen als das Haupt-Netzwerk. Wright selbst hat in der Vergangenheit gerichtliche Ansprüche auf BTC-bezogene Vermögenswerte und geistiges Eigentum erhoben. Das gibt dem Kommentar von Schwartz einen besonderen Ton.

Warum das Bitcoin-Netzwerk einen solchen Richterspruch einfach ignorieren würde

Bitcoin funktioniert ohne zentrale Instanz, die eine Zwangsübertragung von Eigentum durchsetzen könnte. Weltweit betreiben Tausende unabhängige Node-Betreiber das Protokoll. Kein Betreiber würde eine Änderung einführen, nur um eine gerichtliche Anordnung zu erfüllen. Ein Gerichtsbeschluss, der ruhende BTC übertragen will, könnte deshalb nur unter besonderen Voraussetzungen durchgesetzt werden. Dafür müssten beispielsweise die privaten Schlüssel über den klassischen Rechtsweg sichergestellt werden. Diese Voraussetzung ist für die in der Klage benannten Wallets jedoch nicht erfüllt.

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