David Schwartz, CTO Emeritus von Ripple, bekannt auf X als @JoelKatz, hat sein Profilbild in ein unscharfes Bärenbild geändert. Dieses Bild steht im Zusammenhang mit FUZZY, einem Memecoin auf der XRP-Blockchain, und löst erneut Kritik an Empfehlungen und der Verantwortung durch Einfluss aus.
Das Update sorgte für besonders viel Aufmerksamkeit, weil Schwartz nur wenige Wochen zuvor öffentlich gesagt hatte, dass Memecoins nicht als Investitionen betrachtet werden sollten. Mit seinem neuen Profilbild fiel es ihm schwerer, an dieser Position festzuhalten.
Von Trust Lines zu Profilbildern
Schwartz fiel erstmals auf, als er eine Trust Line für FUZZY öffnete. Dieser Token wurde vom historischen Fuzzybear-Wallet auf der XRP-Blockchain inspiriert, das durch eine bekannte frühe Order an der dezentralen Börse Bekanntheit erlangte. Er betonte schnell, dass dieser Schritt rein technisch war. Das Hinzufügen einer Trust Line sei eine gewöhnliche Netzwerk-Aktion und keine persönliche Befürwortung.
Er bezeichnete zudem öffentlich, dass die Investition in Memecoins als unangenehm zu sehen sei, und sprach sich gegen Community-Mitglieder aus, die spekulative XRP-Blockchain-Token als seriöse Vermögenswerte behandeln. So konnte er klar zwischen technischer Teilnahme und einer persönlichen Unterstützung unterscheiden.
Eine Änderung des Profilbilds bietet allerdings keine technische Erklärung. Kritiker stellten fest, dass das Aktualisieren eines Avatars eine bewusste, freiwillige Handlung ist, für die es keine technische Notwendigkeit gibt. Einige Kommentatoren meinten daher, die Argumentation von Schwartz zur Trust Line könne nicht für sein X-Profilbild gelten.
Die Kurse von Memecoins haben in der Vergangenheit oft auf Signale von bekannten Persönlichkeiten im Ökosystem reagiert. Sogar informelle Gesten von jemandem mit der Reichweite von Schwartz können zu echtem Kaufdruck bei Coins mit geringer Liquidität führen.
Wer trägt das Risiko
Die Auswirkungen sind nicht nur optischer Natur. Wenn eine bekannte Person sich öffentlich mit einem wenig gehandelten Token verbindet, deuten einige Trader dies als Empfehlung und steigen ein. Späte Käufer laufen Gefahr, Verluste zu erleiden, wenn frühere Halter verkaufen. Die Person, die das Interesse ausgelöst hat, trägt keine formale Verantwortung für das Ergebnis.
Ein Kurssprung bei PHNIX, ausgelöst durch einen Ripple-CTO Anfang dieses Jahres, zeigte ein solches Muster. Die Kurse stiegen kurzfristig nach dem Signal, fielen dann wieder, wobei späte Käufer Verluste erlitten.
Schwartz hat sich durch zahlreiche Kommentare zur Dynamik des XRP-Kurses einen Ruf erarbeitet. Er sagt, dass Krypto das Potenzial für generationenübergreifenden Wohlstand bietet. Gerade im Memecoin-Bereich können einflussreiche Persönlichkeiten die Märkte erheblich beeinflussen; deshalb beobachten viele, wie diese Persönlichkeiten ihren Einfluss nutzen oder signalisieren.
Der Beitrag Ripples ehemaliger CTO wechselt sein Profilbild zu einem XRPL-Memecoin erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.