US-Präsident Trump hat das US-Iran-Friedensmemorandum (MoU) unterzeichnet, was ein historischer Meilenstein in der Geopolitik ist. Allerdings konnte sich der Bitcoin-Kurs nicht vom restriktiven Schock der US-Notenbank erholen. BTC notiert nach einem Rückgang von 2,10% in den vergangenen 24 Stunden bei 64.339 USD.
Hier erfahren Sie, was das MoU enthält, was die US-Notenbank tatsächlich gesagt hat und warum die Kryptomärkte dem übergeordneten Makrodruck nicht entkommen können.
Was das Trump-US-Iran-Friedensmemorandum für die Märkte bedeutet
Das US-Iran-Friedensmemorandum ist eine 14-Punkte-Vereinbarung, die militärische Operationen beenden und die gesamte Region stabilisieren soll. Das Abkommen sieht Überprüfungsmechanismen, eine teilweise Sanktionslockerung und einen Zeitplan für technische Gespräche über das iranische Atomprogramm vor.
Das Memorandum wurde durch Pakistan vermittelt, mit starker Unterstützung aus Katar, Saudi-Arabien und der Türkei. Trump bezeichnete es als einen Erfolg seiner Diplomatie und seiner bekannten „Art of the Deal“-Strategie.
Der Bitcoin-Kurs stieg zunächst nach den Nachrichten auf 66.315 USD. Die geopolitische Entspannung sorgte für eine größere Risikofreude. Öl und Gold gaben deutlich nach, da die geopolitische Prämie schnell aus den globalen Finanzmärkten verschwand.
Die positive Stimmung hielt jedoch nicht an. Der Bitcoin-Kurs drehte deutlich nach unten, nachdem die Entscheidung der US-Notenbank das geopolitische Narrativ überlagerte. Zudem liegt BTC jetzt näher an seinem 7-Tage-Tief von 61.464 USD als am jüngsten Wochenhoch.
Warum der restriktive Kurs der US-Notenbank den Bitcoin nach unten brachte
Der Vorsitzende der US-Notenbank Kevin Warsh traf am 17. Juni seine erste FOMC-Entscheidung. Die Notenbank beließ die Zinsen zum vierten Mal in Folge bei 3,50% bis 3,75%. Im Statement wurden jedoch bisherige Hinweise auf weitere Zinsanpassungen entfernt.
Der Wechsel hin zu einer neutralen, vollständig datengetriebenen Ausrichtung überraschte die Märkte. Zudem gehen 9 von 18 FOMC-Mitgliedern nun von mindestens einer Zinserhöhung für 2026 aus. Das ist eine deutliche Abweichung von bisherigen Prognosen, die eher von Zinssenkungen oder längeren Pausen ausgingen.
Der restriktive Ton bestätigt Warnungen von Citadel Securities bezüglich steigender Risiken einer Zinserhöhung im September. Hohe Löhne, robuste Nachfrage, Angebotseinschränkungen und KI-getriebene Investitionen halten die Inflation weiterhin bei rund 4,2% pro Jahr und damit klar über dem 2%-Ziel der Notenbank.
Die Märkte reagierten schnell auf die Ankündigung. Der S&P 500 verlor 1,5%, der Nasdaq fiel um 2% und der Dow gab um 160 Punkte nach. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen, die 2-jährigen Anleihen legten um 11 Basispunkte auf 4,153% zu, die 10-jährigen stiegen um 12 Basispunkte auf 4,469%.
Bitcoin folgte der allgemeinen Risikoaversion. Die Kryptowährung konnte den restriktiven Schock nicht abfedern, auch wenn das US-Iran-Abkommen das geopolitische Narrativ zunächst unterstützte. Daher notiert BTC aktuell 4,10% unter seinem Wochenhoch von 67.203 USD, wie Daten von CoinGecko zeigen.
Das Gesamtbild macht eine wichtige Lektion für Krypto-Trader deutlich. Geopolitische Erfolge können das Sentiment vorübergehend stärken, jedoch bleiben geldpolitische Entscheidungen entscheidend für den mittelfristigen Ausblick bei Bitcoin und Risiko-Vermögenswerten aller wichtigen Anlageklassen.
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