Im Jahr 2011 verzichtete LeBron James auf eine Barauszahlung und sicherte sich stattdessen 2% an Liverpool. Heute wäre dieser Anteil etwa 124 Millionen USD wert.
Er besitzt diese Anteile jedoch nicht mehr. Im Jahr 2021 tauschte er sie gegen einen Anteil am Eigentümer des Klubs, der Fenway Sports Group. Der genannte Wert bezieht sich daher auf die 2%, die er abgegeben hat.
Wie die Liverpool-Beteiligung begann
James zahlte kein Geld für den Anteil. Im Jahr 2011 schloss er zusammen mit seinem Geschäftspartner Maverick Carter einen Marketing-Deal mit der Fenway Sports Group ab. Fenway besitzt Liverpool und übernahm sein weltweites Marketing. Im Gegenzug erhielt er 2% des Klubs. Damals war das etwa 6,5 Millionen USD wert.
Das Timing war ideal. Die Fenway Sports Group hatte Liverpool nur ein Jahr zuvor, im Oktober 2010, gekauft. Sie zahlte etwa 300 Millionen Pfund. Der Klub war hoch verschuldet. Deshalb waren die früheren Eigentümer Tom Hicks und George Gillett zu einem günstigen Verkauf gezwungen.
Von Liverpool zum Fenway-Imperium
Forbes bewertet Liverpool heute mit 6,2 Milliarden USD. Damit ist es der viertwertvollste Klub im globalen Fußball. Die damaligen 2% wären heute etwa 124 Millionen USD wert. Das entspricht ungefähr dem 19-Fachen seines ursprünglichen Werts.
James machte an dieser Stelle nicht halt. Im Jahr 2021 tauschten er und Carter die Liverpool-Anteile gegen etwa 1% an der gesamten Fenway Sports Group. Damit wurden sie die ersten schwarzen Partner der Gruppe. Ein weiterer Deal im Jahr 2023 verschaffte ihnen zusätzliche Anteile.
Wie groß ist Fenway? Im Jahr 2021 zahlte die Investmentgesellschaft RedBird Capital 750 Millionen USD für etwa 10% der Gruppe. Das bedeutet, dass Fenway einen Wert in Milliardenhöhe hat.
All dies geschah lange bevor Krypto im Sport angekommen ist. Heute können Fans digitale Spieler-Token und Fan-Token von Teams auf der Blockchain kaufen.
Doch LeBron war erfolgreich, weil er Geduld hatte, nicht durch schnelles Handeln. Viele Fan-Token im Sport versprechen schnelle Gewinne und scheitern anschließend. Können die Coins zur Weltmeisterschaft 2026 eine ähnliche Geduld zeigen? Das lässt sich derzeit noch nicht sagen.
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