David Schwartz, emeritierter Chief Technology Officer von Ripple, hat eine sechs Monate alte Debatte über seine frühen Kryptowährungsverkäufe wieder entfacht. Der Mitgründer des XRP Ledgers antwortete auf einen alten Beitrag auf X. XRP-Halter spekulieren nun, dass das Timing auf einen neuen Höchststand hindeutet.
Schwartz hat sich Ende 2025 aus dem Tagesgeschäft von Ripple zurückgezogen. Er bleibt weiterhin in der XRP-Ledger-Community aktiv und beantwortet zudem Fragen zu seinen eigenen Beständen.
Alte XRP-Reue taucht auf X wieder auf
Schwartz hat nun auf einen Beitrag vom Januar reagiert, in dem ein Nutzer erneut auf seine Verkäufe von XRP zu 0,10 USD und Ethereum zu knapp 1 USD hingewiesen hatte. Dieses Mal wich er der Frage nicht aus.
Schwartz übernahm Verantwortung für seine damaligen Entscheidungen und erklärte seine Beweggründe in derselben Antwort.
Er verwies auf eine langjährige Vereinbarung mit seiner Frau, dass er bei jedem neuen Allzeithoch – also dem jeweils höchsten erreichten Kurs eines Vermögenswerts – sein Risiko reduzieren sollte, da er kein Freund von finanziellem Risiko ist.
Früher hielt Schwartz etwa 26 Millionen XRP-Token. Seitdem hat er diese Position konsequent verringert, worauf er auch während der Debatte über die Ursprünge von XRP Anfang des Jahres eingegangen ist.
Eine Familienvereinbarung hinter jedem Verkauf
Schwartz stellt klar, dass die Verkäufe der Risikosteuerung dienten und kein Zweifel an der Technologie bestand. Diese Vereinbarung galt für alle von ihm gehaltenen Vermögenswerte, nicht nur für XRP.
Das gleiche Prinzip galt auch für Ethereum. Im Mai erklärte er, dass ihn bereits ein % Wahrscheinlichkeit, dass Ethereum 2.368 USD erreicht, vom Verkauf bei 1,05 USD abgehalten hätte.
Ripples XRP-Strategie stand bereits vor dieser Antwort unter Beobachtung. Das Unternehmen war nahe daran, während der Klage mit der SEC zu schließen. Schwartz hat zudem Risiken von Sandwich-Angriffen auf der Blockchain thematisiert.
XRP notiert weiterhin deutlich unter seinem Höchststand
XRP bewegte sich am 21. Juli um 1,13 USD, ein Plus von 4,1% in 24 Stunden, laut Kursdaten von BeInCrypto. Dieser Kurs liegt deutlich unter dem Allzeithoch des Tokens von 3,65 USD aus Juli 2025.
Die Community spekuliert nun, dass er Investoren daran erinnern möchte, bei einem kommenden Allzeithoch Gewinne zu realisieren und das Risiko zu begrenzen. Ähnliche Spekulationen gab es auch nach dem jüngsten Einbruch bei Cardano, wo das Sentiment oftmals den Daten voraus war.
Allerdings machte Schwartz in seinem Beitrag keine Angaben zu Kurszielen oder Zeitpunkt. Seine Aussagen bezogen sich auf persönliche Entscheidungen aus der Vergangenheit und nicht auf eine Marktprognose.
Ob XRP sein Hoch aus 2025 wieder erreicht, hängt möglicherweise von den allgemeinen Marktbedingungen ab. Eine einzelne Antwort eines ehemaligen Managers wird dies wohl nicht entscheiden. Die gesamte Branche blickt stattdessen auf die CLARITY Act, deren bevorstehende Abstimmung im US-Senat die regulatorischen Rahmenbedingungen für Krypto und XRP dauerhaft festlegen soll.
Der Beitrag Warum verkaufte Ripples Mitgründer XRP für 10 Cent? David Schwartz gibt Antwort erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.
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